Vor der eigenen Haustür kehren

Ich mach' meinen Gehsteig sauber!

So sehen die Nachbarschaftsbeziehungen im Friedensprojekt EU mittlerweile aus. Im Jahre 1944 schrieb Ludwig von Mises, dass die wirtschaftlichen Gründe für den zweiten Weltkrieg in einer kommenden europäischen Friedensordnung beseitigt werden müssten. Er forderte daher die Rückkehr zu den liberalen Prinzipien Freihandel, Freizügigkeit und Währungsstabilität.

Eine stabile (potentiell) weltweite Währung ließe sich ohne Zentralgewalt einführen. Mises führt aus: „No international agreements or international planning is needed if a government wants to return to the gold standard. Every nation, whether rich or poor, powerful or feeble, can at any hour once again adopt the gold standard. The only condition required is the abandonment of an easy money policy and of the endeavors to combat imports by devaluation.“

Die einfache Lösung für die Regierungen der Mittelmeerländer - Euroaustritt und Abwertung - wäre in Wirklichkeit Betrug an ihren Bürgern. Über Inflation schreibt Mises: „Inflation is essentially antidemocratic. Democratic control is budgetary control. The government has but one source of revenue— taxes. No taxation is legal without parliamentary consent. But if the government has other sources of income it can free itself from this control.“ Der ESM und die Politik der EZB sind demnach anti-demokratisch.

Der Freihandel in Europa bringt die sozialistischen Blütenträume der Südländer unweigerlich zum platzen. Der einzige Strohhalm ist die Abgabe der Souveränitätsrechte an die EU. Die ökonomischen Gesetze gelten eben heute noch genauso wie vor 70 Jahren: „If a country does not want to abandon government interference with business, and nevertheless renounces protectionism in its relations with the other member nations of the new union to be formed, it must vest all power in the authority ruling this union and completely surrender its own sovereignty to the supernational authority.“

Original: My Side of the Street

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