Liberalismus

Überzeugen

Andere Menschen lassen sich grundsätzlich nicht überzeugen. // Und ob das geht! // Merkst du was?

Mimi versucht Eunice davon zu überzeugen, dass man grundsätzlich niemand von etwas überzeugen kann. Sie argumentiert also, dass man nicht argumentieren kann. Damit begibt sie sich in einen performativen Widerspruch.

Auch eine Sittenlehre zur Lösung zwischenmenschlicher Konflikte darf zu keinem derartigen Widerspruch führen, indem sie die Argumentationsgrundlage zerstört, sobald sie befolgt wird. In John Rawls' Theorie der Gerechtigkeit halten die Diskussionsteilnehmer quasi im Paradies einen SPD-Parteitag ab, um dann durch den Schleier der Unwissenheit auf die Erde herabzusteigen und die Beschlüsse einzuhalten. Bei Hans-Hermann Hoppe diskutieren die Menschen dagegen auf der Erde unter ihren Knappheitsbedingungen. Auch wenn sie sich nur darüber einig werden, dass sie sich nicht einig sind, darf sie das nicht zur Untätigkeit und damit zum Tod verdammen. Die ursprüngliche Aneignung herrenloser Güter und die Besiedlung von Land kann daher nicht verboten sein. Die Menschen müssen im hier und jetzt handeln, und können nicht eine unbestimmte Zeit auf Nachzügler warten, damit diese Ansprüche anmelden können. Wer gegen die ursprüngliche Aneignung argumentiert, muss sich fragen lassen, warum er unter dieser Voraussetzung noch am Leben ist, bzw. wie er am Leben bleiben will, um weiter an der Diskussion teilzunehmen. Hierin liegt die Rechtfertigung des Privateigentums.

Original: Convince

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Faschist

Die Faschismus-Keule wird so überstrapaziert, dass ihre Wirkung bald verpufft. // Deswegen richten wir Umerziehungslager für die schlimmsten Geiferer ein. // Faschist! // Klarer Fall!

„Willst du nicht meiner Meinung sein, dann schimpf’ ich dich ein Nazischwein.“

Der politisch korrekte Kampf »gegen rechts« verdeckt, wie links die Politik der nationalen Sozialisten tatsächlich war. Das zeigt dieses Interview mit Götz Aly im Schweizer Monat.

Original: Fascist

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Kompromiss

Politik ist die Kunst, Kompromisse zu finden. // Und was geht dabei verloren? // Meine Glaubwürdigkeit

„Man kann sich schwer eine Partei vorstellen, die auf alles, was der Gegner fordert, nur eine Antwort weiß: ja, aber mit etwas mehr Mäßigung.“ - Ludwig von Mises

Dies ist das Problem der FDP von wenigen Lichtblicken abgesehen.

Original: Compromise

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Vor der eigenen Haustür kehren

Ich mach' meinen Gehsteig sauber!

So sehen die Nachbarschaftsbeziehungen im Friedensprojekt EU mittlerweile aus. Im Jahre 1944 schrieb Ludwig von Mises, dass die wirtschaftlichen Gründe für den zweiten Weltkrieg in einer kommenden europäischen Friedensordnung beseitigt werden müssten. Er forderte daher die Rückkehr zu den liberalen Prinzipien Freihandel, Freizügigkeit und Währungsstabilität.

Eine stabile (potentiell) weltweite Währung ließe sich ohne Zentralgewalt einführen. Mises führt aus: „No international agreements or international planning is needed if a government wants to return to the gold standard. Every nation, whether rich or poor, powerful or feeble, can at any hour once again adopt the gold standard. The only condition required is the abandonment of an easy money policy and of the endeavors to combat imports by devaluation.“

Die einfache Lösung für die Regierungen der Mittelmeerländer - Euroaustritt und Abwertung - wäre in Wirklichkeit Betrug an ihren Bürgern. Über Inflation schreibt Mises: „Inflation is essentially antidemocratic. Democratic control is budgetary control. The government has but one source of revenue— taxes. No taxation is legal without parliamentary consent. But if the government has other sources of income it can free itself from this control.“ Der ESM und die Politik der EZB sind demnach anti-demokratisch.

Der Freihandel in Europa bringt die sozialistischen Blütenträume der Südländer unweigerlich zum platzen. Der einzige Strohhalm ist die Abgabe der Souveränitätsrechte an die EU. Die ökonomischen Gesetze gelten eben heute noch genauso wie vor 70 Jahren: „If a country does not want to abandon government interference with business, and nevertheless renounces protectionism in its relations with the other member nations of the new union to be formed, it must vest all power in the authority ruling this union and completely surrender its own sovereignty to the supernational authority.“

Original: My Side of the Street

Die Welt retten

Ich werd' die Welt retten! // Dazu muss jeder nur meinem Plan folgen.

Ludwig von Mises schrieb: „Jeder einzelne Freund verstärkter Regierungsbetätigung auf wirtschaftlichem Gebiete nimmt es als selbstverständlich an, daß die Machthaber gerade so vorgehen werden, wie er selbst es für richtig hält. In den Augen jedes Sozialisten ist nur derjenige Sozialismus wahrer und echter Sozialismus, der seinen eigenen Wünschen entspricht. Alles andere ist in seiner Auffassung nicht nur nicht Sozialismus, sondern das ärgste aller denkbaren Übel.“

Original: Saving the World

Geistiger Horizont

Man darf über den Rand hinausschau'n ... aber das Aussteigen lässt man besser sein. // Hier ist schließlich auch das Geld!

Das staatliche Zwangsgeld wird gestützt von Hofgelehrten, die der kollektiven Korruption erliegen.

Den einleuchtenden Grundsatz, dass Verträge gehalten werden müssen, setzt der Staat nicht um, wenn man einen Vertrag in einer anderen Währung - etwa Gold - abschließt. Es besteht ein Annahmezwang für Euros. Das ist in etwa so, als würde man einen Mercedes bestellen, und der Autohändler darf stattdessen einen BMW liefern, wenn der nach Meinung des Gerichts gleichwertig ist. Und wenn der Autohändler Mario Draghi heißt, bekommt man vielleicht sogar nur ein frisch gedrucktes Foto von einem BMW zugesprochen.

Solange es keine Hyperinflation gibt, wird man eher Dauerschuldverhältnisse wie Mieten und Arbeitslöhne gegen Inflation absichern wollen. Mit Wertsicherungsklauseln in den entsprechenden Verträgen könnte sich theoretisch jeder seinen persönlichen Rettungsschirm basteln, wenn der Staat nicht auch hier das Recht zu seinen Gunsten verbiegen würde.

Nachtrag: Die unbefugte Ausgabe und Verwendung von Geldzeichen ist eine Straftat. Willkommen in unserem Rechtsstaat!

Original: Inside the Box

Alternativlos

Hör' auf, dich zu schlagen! // Was ist die Alternative? Bring' Lösungen statt nur Kritik!

Die Euro-Rettung ist nicht alternativlos. Wir brauchen keine Rettungsmilliarden aus der Druckerpresse sondern Marktgeld und Free-Banking.

Original: Offer Solutions

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Kosten-Nutzen-Analyse

Im Kapitalismus kann man wenigstens Wirtschaftsrechnung betreiben. Ludwig von Mises zeigte 1922 in Die Gemeinwirtschaft, dass der Sozialismus das nicht kann, weil er keinen Markt für Produktionsmittel kennt, auf dem sich Preise bilden.

Kann das Planungsministerium aber nicht vielleicht doch den Preisbildungsmechanismus nachahmen, indem es alle Daten zentral erfasst, und darauf Berechnungen aufbaut? Im Prinzip ja! Mér? László erklärt in Die Logik der Unvernunft : „In der Planwirtschaft wird die Vorstellung, es könne sich ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage einstellen, von Anfang an abgelehnt; vielmehr bemüht sie sich darum, den Nutzen für die Gemeinschaft zu optimieren. Paradoxerweise kann sie das mit den gleichen mathematischen Methoden tun, mit denen die Existenz des Gleichgewichts bewiesen werden konnte, das von der unsichtbaren Hand geschaffen wird.“

Mit dem Gleichgewicht der unsichtbaren Hand ist das schwache Pareto-Optimum gemeint, auf welches das Arrow-Debreu-Modell zusteuert. Wenn das Modell stimmt, kann also die Planungsbehörde ans Werk gehen und ebenso effizient wirtschaften wie der Markt. Aber das klappt wohl nur in der Theorie. Mér? László schreibt (S. 198): „Das praktische Hindernis besteht darin, daß unser allmächtiger Volkswirt ungeheure Mengen an Information sammeln und analysieren müßte. Vielleicht können die heutigen Computer diese Analyse bereits durchführen, obwohl sie dazu Gleichungen mit Milliarden von Unbekannten lösen müßten - aber es würde selbst bei den schnellsten Computern einige Jahre brauchen. Es ist wohl unmöglich, alle nötigen Daten zu sammeln, weil das oft den wirtschaftlichen Interessen zuwiderläuft. In der Sowjetunion war das schon immer so, aber selbst die USA konnten 1974/75 nur einen Bruchteil der notwendigen Daten zusammentragen, als die Regierung versuchte, ein für das ganze Land gültiges Energiemodell zu entwickeln.“

Original: Cost-Benefit

Ausbeutung

Open-Source-Firmen scheffeln Millionen, aber die Beitragenden sehen davon meist keinen Cent. Das ist Ausbeutung! // Diese Leute tragen aber freiwillig bei. // Der einzige Weg, sie zu schützen, ist ein Verbot freiwilliger Hilfe. // Es ist nur zu ihrem Besten!

Ein noch unerschlossenes Feld für Gewerkschaftsfunktionäre und Arbeitsverhinderungsbürokraten ...

Original: Exploitation

Verdienste

Reichtum und Klasse spielen keine Rolle. Auf die Verdienste kommt es an. // Zum Glück kann man sie einfach kaufen. // Ich nehm' gleich ein Dutzend!

Sollte nicht umgekehrt der Staat jedem nach seinen Verdiensten Geld zuweisen? Abgesehen davon, dass der Staat dazu allwissend und allmächtig sein müsste, sind Verdienste zwar moralisch gut, aber nicht uneingeschränkt erstrebenswert. Friedrich August von Hayek schrieb (S. 124): „Tatsächlich wünschen wir natürlich nicht, daß die Menschen die größtmöglichen Verdienste erwerben, sondern daß sie mit einem Mindestmaß an Leid und Opfern und daher einem Mindestmaß an Verdienst ein Höchstmaß an Nutzen für ihre Mitmenschen erreichen.“

Nach dem Nutzen für die Mitmenschen sollte das Geld also verteilt werden. Das erledigt in der Marktwirtschaft die unsichtbare Hand. Ludwig von Mises schrieb: „In einem täglich sich wiederholenden Volksentscheid, in welchem jeder Pfennig mit dem Wahlrecht verbunden ist, bestimmen die Verbraucher, wer die Fabrikanlagen, Läden und Landgüter besitzen und verwalten soll. Die Kontrolle der materiellen Produktionsmittel ist eine soziale Funktion, die der Bestätigung oder dem Widerruf des souveränen Verbrauchers unterworfen ist.“

Kein Geschäftsmann kann sich auf Geldsäcken ausruhen, ohne sein Vermögen langsam aufzuzehren. Mises schrieb: „Häufiger liegt es aber an der Trägheit seiner Erben, daß die Erbschaft dahinschwindet. Wenn die trägen und gleichmütigen Nachkommen nicht in Bedeutungslosigkeit zurücksinken und trotz ihrer Unfähigkeit vermögende Leute bleiben, so verdanken sie ihren Wohlstand den Institutionen und politischen Maßnahmen, die als antikapitalistisch bezeichnet werden müssen. Sie ziehen sich zurück von dem Markt, auf dem es kein anderes Mittel gibt, den erworbenen Reichtum zu bewahren, als ihn im scharfen Wettbewerb mit jedermann, mit den bereits vorhandenen Firmen, so wie auch mit neuen, praktisch unbemittelten Wettbewerbern, täglich neu zu erwerben. Indem sie Staatspapiere kaufen, fliehen sie in den Schutz der Regierung, die ihnen verspricht, sie gegen die Gefahren des Marktes, auf dem Unfähigkeit mit Verlusten bezahlt werden muß, zu schützen.“

Die Abstimmung mit dem Geldbeutel ist für die Freiheit sogar bedeutender als die an der Wahlurne: What are the Limits of Democracy?

Original: Merit

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