Wissenschaftlicher Un-Rat

Lass' ja nicht fallen! // Klirr! // Einem Rat, den du für dich behältst, folge ich eher.

Lässt sich menschliches Handeln so vorhersagen wie das Zersplittern des Glases - in Form von Ursache und Wirkung? Nein! Mimi war nicht durch die Naturgesetze gezwungen, das Glas fallen zu lassen. Im Nachhinein kann man ihr Handeln so erklären, dass ihr das Ziel, Trotz gegenüber Eunice zu zeigen, wichtiger war, als Ärger zu vermeiden. Die Handlungswissenschaft bewegt sich in einer Welt von Mitteln, Zielen und Wissen und nicht in einer von Ursache und Wirkung.

Hans-Hermann Hoppe zeigt, dass sich ein Sozialwissenschaftler in einen Widerspruch begibt, wenn er in Handlungen nach Ursache und Wirkung sucht. Er dürfte nämlich von sich selbst nicht annehmen, im Laufe seiner Forschungen etwas zu lernen. Denn sonst würde er aufgrund seines Wissens unter sonst gleichen äußeren Bedingungen auf einmal anders handeln. Leugnet man die Fähigkeit zu lernen nicht, kann ein vorgebliches Naturgesetz im Bereich menschlicher Handlung insbesondere zur selbsterfüllenden oder selbstzerstörenden Prophezeiung werden.

Die Ökonomie lässt sich daher nur als aprioristische Handlungswissenschaft betreiben - auch wenn die Voodoo-Ökonomen im Mainstream weiter den Naturwissenschaften nacheifern.

Original: The Best Advice Is No Advice

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