Von Gärtnern und Böcken

Konzerne und Banken treiben die Regierung vor sich her! // Man sollte sie stärker regulieren. // Durch wen? // Na durch die Regierung!

Je mächtiger eine Regierung ist, desto größer ist auch der Nährboden für Lobbyarbeit und Filz. Eine Regierung, die erst gar keine Privilegien und Subventionen vergeben darf, und auch keine Marktschranken gegen Wettbewerber errichten darf, ist der beste Schutz gegen Vetternwirtschaft (englische Videos: [1], [2]).

Bei den Banken ist die Sache noch etwas komplizierter. Eine Regierung hat Interesse daran, sich zu Verschulden, um bis zur Wahl Wohltaten verteilen zu können, ohne dafür die Steuern anheben zu müssen. Deshalb unterstützen Regierungen eine Politik des leichten Geldes, die sie durch ungedecktes Zwangsgeld (das „gesetzliche Zahlungsmittel“) und Zinsmanipulation durch die Zentralbank durchsetzen. Außerdem geben sie den Banken das Privileg, Sichtguthaben weiter zu verleihen („Teilreservesystem“). Dadurch bringen die Banken zusätzliches Geld in Umlauf. Gemäß der österreichischen Schule der Nationalökonomie kann dieses System auf lange Sicht nicht gut gehen (Literatur). Weil das System so anfällig ist, braucht man einen Internationalen Währungsfond, Rettungsschirme und Bankenregulierung. In einem vernünftigen Währungs- und Finanzsystem könnten Banken dagegen Pleite gehen, ohne gleich ein riesiges Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Banken hätten darin keine Sonderrechte sondern dienten nur als Lagerhäuser oder als Vermittler von Risikokapital. Das Tofall-Schäffler-Konzept beschreibt den Übergang zu einem solchen System.

Henry Ford sagte: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen das Geld- und Bankensystem nicht verstehen. Verstünden sie es, hätten wir wahrscheinlich eine Revolution noch vor morgen früh.“

Original: Let’s Make More Regulations!

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