Lebensziele

Willst du eher weise werden oder eher glücklich? // Weder noch! Ich wär' lieber reich!

Für die Gesellschaft ist es tatsächlich ein Segen, wenn viele Menschen reich werden wollen. Zunächst einmal schaden sie dadurch niemandem. Ludwig von Mises schrieb in Die Wurzeln des Antikapitalismus: Niemand leidet Not in der Marktwirtschaft, weil es einige reiche Leute gibt. Die Reichtümer der Reichen sind nicht die Ursache der Armut irgendeines Menschen.

Kapital muss angespart werden. Es vermehrt sich nicht von selbst, sondern muss erfolgreich investiert werden. (Ausnahme sind die leidigen Staatsanleihen.) Dadurch profitieren auch Arbeiter ohne eigenes Vermögen, weil Arbeit durch Kapitaleinsatz produktiver wird, was sich auf dem Arbeitsmarkt in höheren Löhnen niederschlägt: Keine der leidenschaftlichen Tiraden von Marx, Keynes und von einem Heer weniger bekannter Autoren kann einen schwachen Punkt in der Behauptung nachweisen, daß es nur ein einziges Mittel gibt, die Lohnsätze dauernd und zugunsten aller, die danach streben, Löhne zu verdienen, zu erhöhen – nämlich den Zuwachs des verfügbaren Kapitals gegenüber dem Zuwachs der Bevölkerung zu beschleunigen. Sollte das „ungerecht“ sein, so liegt die Schuld an der Natur und nicht am Menschen.

Nicht nur die Löhne der Industriearbeiter steigen sondern z. B. auch die der Friseure, obwohl ihre Produktivität unverändert geblieben ist. Wäre dem nicht so, dann würden uns die Friseure ausgehen, weil alle in die Industrie wechseln würden. Die Löhne hängen also von der Grenzproduktivität der Arbeit ab.

Mises erklärt den Anti-Kapitalismus der Intellektuellen mit Neid: Wenn andere es im Kapitalismus weiter gebracht haben als man selber, dann sucht man die Schuld nicht bei sich sondern lieber beim ach so bösen und ungerechten Kapitalismus.

Original: Right or Happy III

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