Selbstbewusstsein auf Knopfdruck

Ich wär' so gern einzigartig! // Das bist du schon! // Betrachte die Welt einmal von deinem Kopf aus. // Wow! Alles dreht sich nur um mich! // Klar?

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Streithansel

Ich brech' gern Streit vom Zaun! // Der Versöhnungssex wird bestimmt phantastisch.

Im Film Secretary geht es natürlich etwas anders zu. Sehr sehenswert! Frau Taxidis lobt in ihrer Rezension die „Distanz“ des Films zu den Protagonisten. Eine liberale Lesart des Films wäre meiner Ansicht nach: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen.“, denn es geht dort nicht um den zurecht kritisierten Identitätsfindungs- und Genderquatsch, sondern um die Fragen, die auch ein wertfreier Ökonom stellen würde: Wie gehen die Menschen mit ihren jeweils nicht hinterfragbaren Wünschen am besten um? Wie können sie am besten kooperieren?

Original: Trouble

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Libertäre Diskussion

Lass' uns eine libertäre Diskussion führen! // OK. // Du bist ein Sozialist! // Nein, du bist ein Sozialist!

Muss man den klassischen Liberalen ihren Rest-Sozialismus austreiben? Helmut Krebs, der Autor des Kompendiums Klassischer Liberalismus, würde das natürlich verneinen. Denn wer den Staat abschaffen wolle, würde den Faden abschneiden, an dem Jahrhunderte die besten Köpfe gesponnen hätten. Andererseits grenzt er sich vom Ordoliberalismus ab, den er als gescheitert ansieht.

Insbesondere die Ansätze von Kant, Bastiat und Mises sind bemerkenswert. So ist für Kant die tatsächliche Entstehungsgeschichte der Staaten unerheblich (S. 65) – etwa die Frage, ob sie sich aus sesshaft gewordenen Räuberbanden entwickelt haben. Entscheidend ist für ihn, dass der Staat den „bürgerlichen Zustand“ aufrecht erhält, aus dem vernünftigerweise niemand wieder in den Naturzustand zurücktreten will, in welchem die Freiheit des Einzelnen nicht gegen freiheitshemmende Eingriffe anderer geschützt ist. „Recht und Befugnis zu zwingen bedeuten also einerlei.“ (S. 52) Kant scheint wohl aus praktischen Gründen vorauszusetzen, dass dieser Zwang vom Sicherheitsmonopolisten Staat ausgeht.

Jedenfalls ließe folgende Formulierung von ihm auch eine anarchistische Interpretation zu: „Das strikte Recht kann auch als die Möglichkeit eines mit jedermanns Freiheit nach allgemeinen Gesetzen zusammenstimmenden durchgängigen wechselseitigen Zwanges vorgestellt werden.“ (S. 51f) Man könnte sich nämlich vorstellen, dass dieser Zwang durch Notwehr und gegenseitige Nothilfe ohne ein Staatsmonopol erfolgt, jedenfalls solange sich alle über die Gesetze einig sind und über die Frage, ob in einer konkreten Situation tatsächlich ein Gesetzesverstoß vorliegt, der die Anwendung von Zwang rechtfertigt.

Doch kehren wir wieder zu Kants tatsächlicher Position zurück, dass die Zwangsgewalt von einem Monopol ausgehen muss. Die Anarchisten unter den Lesern werden sicher auch Fälle zugestehen, in denen Konkurrenz unsinnig ist: Verschiedene konkurrierende Grundbuchämter in einem Gebiet sind offensichtlich Unfug – genauso wie konkurrierende Domänennamenssysteme im Internet. Gestehen Sie um der Diskussion willen für einen Moment zu, dass dies auf den Staat als Sicherheitsmonopolisten zutrifft! Dann ist immer noch bemerkenswert, dass Kant dem Staat keine Zwangsgewalt zugesteht, welche nicht in unkoordinierter Form schon den einzelnen Bürgern zukäme.

Explizit formuliert dies Bastiat (S. 95): Die „individuelle [Verteidigungs-]Gewalt“ wird durch „kollektive Gewalt“ abgelöst, ohne dass diese deshalb weitergehende Befugnisse erhält. Mises hält ebenfalls staatlichen Zwang zur Aufrechterhaltung des Friedensprinzips gegenüber dem Gewaltprinzip für unabdingbar. Interessant ist nun, dass er dem Staat keine politische Autorität zuspricht, also einen Anspruch auf Gehorsam gegenüber Gesetzen mit beliebigem Inhalt (S. 166):

Die Übertretung der Gesetze ist aber nicht, wie von den Etatisten naiv gelehrt wird, ein in der schwer ausrottbaren menschlichen Schwäche angelegter Übelstand, den man nur auszumerzen braucht, um das Paradies auf Erden zu schaffen. Würden die interventionistischen Gesetze wirklich beachtet werden, dann müssten sie sich in der kürzesten Zeit ad absurdum führen. Alle Räder würden stillstehen, weil der starke Arm des Staates ihnen zu nahe gekommen ist.

Die Ansicht, dass es keine politischen Pflichten gäbe, nennt man „philosophischen Anarchismus“, und die Ansicht, dass der Staat abgeschafft gehört, „politischen Anarchismus“ (obgleich beide Arten von Anarchismus sowohl politische als auch philosophische Behauptungen beinhalten; S. 137 in The Problem of Political Authority von Michael Huemer). Huemer vertritt im ersten Teil seines Buches einen „philosophischen Anarchismus“, der ihn zum Minimalstaat führt. Im zweiten Teil entwickelt er dann Argumente dafür, dass auch der Minimalstaat entbehrlich ist.

Er gesteht also dem Minimalstaat keine Autorität zu, die nicht auch Privatpersonen in Anspruch nehmen könnten. Beispielsweise könnten Schiffbrüchige auf einer Insel einsehen, dass die Jagt beschränkt werden muss, um das Wild nicht auszurotten (S. 44). Gegen einzelne Uneinsichtige dürften sie diese Beschränkung dann gewaltsam durchsetzen. Als weiteres Beispiel für ein öffentliches Gut nennt er die Seetüchtigkeit eines besetzten Rettungsbootes. Wenn dazu eindringendes Wasser aus dem Boot geschöpft werden muss, besteht aus Fairnessgründen eine Pflicht, sich an der Arbeit zu beteiligen (S. 87). Angenommen die anderen Passagiere sind uneinsichtig, dass sie Wasser schöpfen müssen, und man kann alleine die Aufgabe nicht bewältigen. In diesem Falle wäre man berechtigt, die anderen mit Waffengewalt zum Schöpfen zu zwingen. Diese Beispiele lassen sich allenfalls auf einen Minimalstaat übertragen, nicht aber auf einen Staat, der Gehorsam für beliebige Interventionen verlangt – etwa die ungerechten Drogengesetze. (Helmut Krebs verteidigt in „Klassischer Liberalismus“ auf S. 171 unter Berufung auf Mises das Urheberrecht. Damit begibt er sich meiner Ansicht nach aber wieder ins Fahrwasser des Ordoliberalismus. Ob der Nutzen den Schaden des Urheberrechts überwiegt ist nämlich umstritten. Außerdem hat sich der Staat in dieser Frage nicht als neutraler Sachwalter des Allgemeinwohls erwiesen, sondern nachträglich Schutzfristen für bestehende Werke verlängert, obwohl in der Vergangenheit keine zusätzlichen Werke entstehen können.)

Die Forderung nach einem Minimalstaat und die Verneinung politischer Autorität ist subversiver als es zunächst scheinen mag (Abschnitt 7.3): Staatsdiener wie Polizisten, Richter und Soldaten können ihr Tun nicht mit dem bloßen Verweis auf die staatlichen Vorgaben rechtfertigen, sondern dürfen z. B. Drogendealer nicht verhaften und verurteilen bzw. nicht an Angriffskriegen teilnehmen. Staatdiener sind in solchen Fällen dazu verpflichtet, die Vorgaben so gut wie möglich zu unterlaufen und dabei ihre Entlassung oder Degradierung zu riskieren oder gleich ganz zu kündigen. Man stelle sich ein gesellschaftliches Klima vor, in dem ein junger Mann mit dem Berufswunsch Polizist ähnlich schief angesehen wird, wie heute jemand, der gerne in der Rüstungsindustrie arbeiten will.

Bei Privatbürgern (Abschnitt 7.4) plädiert Huemer für zivilen Ungehorsam, der viel häufiger gerechtfertig sei, als gemeinhin angenommen. Außerdem besteht im Schöffensystem der USA de facto die Möglichkeit einer Jury-Nullification, d. h. die Schöffen entschließen sich zu einem Freispruch, weil sie das missachtete Strafgesetz für Unrecht halten. De jure gibt es diese Möglichkeit zwar nicht, aber die Schöffen können nicht dafür belangt werden, wenn sie sich darüber hinwegsetzen, und ihr Urteil hat dennoch bestand.

Der Minarchismus hat daher mehr Konsequenz und Sexappeal als viele Anarchisten ihm zutrauen.

Original: Libertarian Debate

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Die Zukunft

Die Zukunft wird phantastisch! // Die Zukunft wird schauderhaft! // Die Zukunft schert sich nicht um euer Geschwätz.

Matt Ridley ist ein rationaler Optimist, vor allem weil das Wissen der Menschheit stetig zunimmt. Durch Arbeitsteilung und Spezialisierung besitze die Menschheit gewissermaßen ein Kollektivhirn im Gegensatz zu anderen Tierarten, die keinen Tauschhandel betreiben. Der Unterschied zwischen gegenseitiger Hilfe und Tauschhandel ist gewaltig (S. 57f):

I still don't know why, but I have alot of trouble getting this point across to both economists and biologists. Economists see barter as just one example of a bigger human habit of general reciprocity. Biologists talk about the role that reciprocity played in social evolution, meaning ‘do unto others as they do unto you’. Neither seems to be interested in the distinction that I think is vital, so let me repeat it here once more: at some point, after millions of years of indulging in reciprocal back—scratching of gradually increasing intensity, one species, and one alone, stumbled upon an entirely different trick. Adam gave Oz an object in exchange for a different object. This is not the same as Adam scratching Oz’s back now and Oz scratching Adam’s back later, or Adam giving Oz some spare food now and Oz giving Adam some spare food tomorrow. The extraordinary promise of this event was that Adam potentially now had access to objects he did not know how to make or find; and so did Oz. And the more they did it, the more valuable it became. For whatever reason, no other animal species ever stumbled upon this trick — at least between unrelated individuals.

Er zeigt, wie sich Pessimismus in der Geschichte immer wieder als falsch erwiesen hat. Der Zeitpunkt von vorhergesagtem Rohstoffmangel und Überbevölkerung ist immer wieder durch Neuentdeckungen und Produktivitätszuwächse in die Zukunft verschoben worden. Das wirkliche Risiko bestehe darin, dass staatliche Eingriffe gegen die drohenden Probleme das Wachstum abwürge, das dieselben Probleme überwinde. Die schlimmsten Erwärmungsszenarien des Weltklimarates gingen auch vom höchsten Wirtschaftswachstum aus. Damit seien auch Anpassungskosten an ein geändertes Klima ohne weiteres tragbar.

Auch das Armutsproblem in Afrika lasse sich mit Liberalismus überwinden. Entwicklungshilfe und die sozialistischen Eliten schadeten eher. In einigen Ländern Afrikas sei die offizielle Gründung von Firmen mit so viel finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden, dass fast alle Firmen schwarz betrieben würden. Örtlich seien so Privatrechtsgesellschaften entstanden, die am Staat vorbei Eigentumsrechte und Verträge sicherten. Diese müssten legalisiert werden, damit solche von unten gewachsenen Regeln auch im überregionalen Handel greifen können.

Original: Futurism

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Wahlgeschenk

Liberalala

Sagst du oft ja, wenn du eigentlich nein sagen willst? // Ja! // Das heißt nein. // Welche Antwort wär' dir lieber?

„Nur eine klassisch liberale Partei hat eine Chance für die Zukunft. Liberalala oder den Ruf nach mitfühlendem Liberalismus braucht niemand.“Frank Schäffler

Oder anders gesagt: Der klassische Liberalismus fühlt bereits mit den Richtigen mit, denn - so stellt Rolf W. Puster fest: „Armut ist sehr häufig [...] die Folge ausbeuterischer Machtausübung zugunsten der politischen Klasse und einflussreicher pressure groups, mithin die Folge einer erzwungenen Verdrängung des produktiven Tauschs durch das unproduktive Nullsummenspiel der Umverteilung.“

Original: Yes

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Wer hat DICH nach DEINER Meinung gefragt?

Arg! Ich hass' es! // Mir gefällt's. // Ja sicher, Dir.

Helmut Schoeck schrieb in Der Neid:

An dieser Stelle sollten wir uns überlegen, daß fast alle primitiven Religionen, aber auch verschiedene der entwickelten die Vorstellung eines neidischen übernatürlichen Wesens kennen; manchmal sogar auch von einem, das den Menschen auslachen kann. Es war sicher eine der wesentlichen, dabei unbeabsichtigten Leistungen des Christentums für die Neuerungsbereitschaft und -fähigkeit der Welt, zum erstenmal entschieden übernatürliche Wesen für den Menschen zu bieten, die ihn weder beneiden noch auslachen können. Der Gott des Christentums und die Heiligen können grundsätzlich nie vom gläubigen Menschen verdächtigt werden, sie würden sein Glück, seinen Erfolg mit Neid erwidern oder einen Fehlschlag seiner ehrlichen Bemühungen mit Hohn und Spott überhäufen.

Original: Who Cares What YOU Think

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Haltung annehmen

Was für eine jämmerliche Figur du abgibst! // Wenn ich nur wüsste, was mit dir nicht stimmt! // Steh' aufrecht!!

Original: Posture

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Moderne Kunst

Häufchen von Mimi - Schaut, was ich gemacht habe! // 1.397.062 Leuten gefällt das // Eunice // Wie schön! // Nina // Supi! // Mannesh // Inspirierend! // Ashley // Genial! // Mark // Echt Kreativ!
  • MacArt - Die Geschichte der modernen Kunst in 35 Minuten: [1], [2], [3], [4], [5]

Original: Posting Art Online

Was von der Welt sehen

Lass' die Arbeit liegen! Geh' raus und schau dir die Welt an! // Und woran arbeiten Sie gerade?

Original: See The World

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